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Hudewald

Die besondere Vegetation der Hudewälder um die Externsteine ist das Ergebnis ihrer früheren Nutzung. Vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert weidete dort das Vieh, so dass sich wenig bodennahe Vegetation, aber üppige Baumkronen entwickelten. Der Wald bestand überwiegend aus Eichen und Buchen, die Futter für das Vieh lieferten, und Dornsträuchern sowie der Stechhülse (Ilex), die dem Weidedruck standhalten konnten.

Stechhülse (Ilex aquifolium)

Die Stechhülse, auch Stechpalme genannt, wächst als Strauch oder als Baum. Sie kann dann bis zu 10 Meter hoch werden. Sie trägt immergrüne, dornig gezähnte Blätter. Ihre roten Beeren erscheinen im Herbst und sind ein beliebter Winterschmuck.

Foto: Biologische Station Lippe

Mittelspecht (Dendrocopos medius)

Der Mittelspecht ist in Mitteleuropa selten anzutreffen. Zur Nahrungssuche benötigt er Bäume mit grobrissiger Rinde. Deshalb bevorzugt er alte Eichenbestände. Der Mittelspecht trägt ein überwiegend schwarz-weißes Gefieder und eine leuchtend rote Kopfkappe. Anders als der Buntspecht trommelt er äußerst selten, sondern äußert quäkende, gereihte Rufe.

Foto: Brautlecht, Detmold

Eremit (Osmoderma eremita)

Durch den Verlust alter, höhlenreicher Baumbestände ist der Eremit, auch Juchtenkäfer genannt, an den Rand des Aussterbens geraten. Der bis zu 4 Zentimeter große Käfer lebt in Baumhöhlen, die er kaum verlässt. Hier macht er eine jahrelange Entwicklung als Larve durch, bevor er sich verpuppt und anschließend für wenige Wochen als fertiger Käfer erscheint.

Foto: Biologische Station Lippe

Siebenschläfer (Glis glis)

Der Name ist eine Anspielung auf den langen Winterschlaf des Tieres (Oktober bis April). Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 13 bis 19 Zentimetern und einer Schwanzlänge von 11 bis 15 Zentimetern ist der Siebenschläfer ein äußerst begabter Kletterer und hält sich die meiste Zeit in den Bäumen auf. Obwohl er im Gebiet recht häufig ist, wird der nachtaktive Siebenschläfer nur selten beobachtet.

Foto: Robin Jähne

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